Fachkräftemangel Episode 7: Kommen wir mit Vertrauen aus der Krise, Michael Vilain?
In der 7. Episode der Staffel rund um den Fachkräftemangel in der Sozialen Arbeit sprechen Marion und ich mit Prof. Dr. Michael Vilain, Vizepräsident für Forschung und Internationales an der Evangelischen Hochschule Hessen und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS).
**Die zentrale These: **Wir haben es individuell, organisational und bezogen auf die Branche als Ganzes weniger mit einer Ressourcen- als mit einer Sinnkrise zu tun, erzeugt durch überbordende Bürokratie, ein misstrauensbasiertes Rechtssystem und den Verlust von Vertrauen, Spielräumen und Gestaltungsfreiheit.
Wir sprechen über…
- …Ursachen hinter dem Fachkräftemangel,
- …die Frage, ob Wohlfahrtsverbände noch zeitgemäß sind,
- …die Frage, ob wir uns soviel Staat noch leisten können und sollten,
- …über Bürokratie und kleinteilige Kontrolle,
- …das falsche Versprechen von Sicherheit durch Verregelung und den Mut zur Übernahme von Verantwortung
- …über Ermessensspielräume und Experimentierfelder mit Verfallsdatum
- …über Sinnkrise, Erschöpfung und Radikalisierung und
- …über Ambiguitätstoleranz als Kernkompetenz Sozialer Arbeit
🎙️ Gesprächspartner Prof. Dr. Michael Vilain hat Betriebswirtschaftslehre sowie Politikwissenschaft und Wirtschaftspolitik studiert. Seit 2008 ist er Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Evangelischen Hochschule Hessen, seit 2019 dort auch Vizepräsident für Forschung, Transfer und Internationales. Als geschäftsführender Direktor des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) forscht er zu Nonprofit-Management und den Auswirkungen von Megatrends auf die Zivilgesellschaft. Außerdem lehrt er an den Universitäten Heidelberg und Münster.
🔗 Links, Ressourcen und Literatur
- Rosa, H. (2026): Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums. Suhrkamp (hier entlang).
- Kleve, H. (2020): Freiheit, Verantwortung, Selbsthilfe: Streitschrift für eine liberale Soziale Arbeit. Carl Auer (hier entlang).
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🎯 Ziel der Staffel Die Staffel steht ganz im Zeichen des Fachkräftemangels in der Sozialen Arbeit. Statt sich aber im Jammertal zu verlieren, wollen wir Ursachen verstehen und konkrete Lösungsansätze diskutieren – aus Sicht von Praxis, Politik und Wissenschaft.
👥 Zielgruppe der Staffel
- Führungskräfte und Mitarbeitende in sozialen Organisationen
- Menschen mit Verantwortung in der Sozialwirtschaft
- Fachpolitisch Interessierte
- alle, die zukunftsfähige Soziale Arbeit mitgestalten wollen
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