Der Podcast für Soziale Organisationen mit Zukunft
00:00:02: Herzlich willkommen zurück zum ID-Quadrat Podcast.
00:00:07: Und diesmal mit einem kurzen Rückblick auf unsere Staffel zum Thema Fachkräftemangel, die wir jetzt beendet haben bzw.
00:00:18: beenden werden und ich freue mich natürlich an der Stelle Marion dass du dabei bist weil mit wem sollte ich sonst hier rückblick machen?
00:00:27: Ich freue mich auch, dass ich da bin.
00:00:28: Ich bin gespannt auf unseren Rückblick.
00:00:29: Da steckt so viel drin und heute versuchen wir das noch mal ein bisschen zu sortieren und abzuschließen.
00:00:36: Ja genau!
00:00:36: So einen kleinen chronologischen Draufblick zu machen.
00:00:42: Über was haben wir eigentlich gesprochen?
00:00:43: Mit wem haben wir wirklich gesprochen?
00:00:45: Und ja... Was sind Dinge gewesen die uns hängen geblieben sind oder wo wir gedacht haben?
00:00:51: so okay es lohnt sich vielleicht wirklich das nochmal kurz anzusprechen.
00:00:55: Magst du beginnen, Marion?
00:00:59: Klar.
00:00:59: Immer!
00:01:01: Ja was haben wir eigentlich gemacht?
00:01:02: Gehen wir mal ganz zurück.
00:01:03: einmal mit dem Zeitraffer Süd gestartet sind wir mit Elke Alsago und das Thema war Deprofessionalisierung also die Sorge dass der Fachkräftemangel dazu führt dass wir die Arbeit eigentlich gar nicht mehr gut und professionell erledigen können.
00:01:24: Elke hat ja auch sehr klar gesagt, dass das System schon immer unterfinanziert ist und schon immer sehr spitz auf Knopf.
00:01:34: Und durch den Fachkräftemangel ist es einfach noch extrem zuspitzt.
00:01:37: also die Probleme, die sowieso immer schon auch die soziale Arbeit ausmachen jetzt nochmal sich potenzieren dadurch, dass weniger Menschen da sind die Aufgaben übernehmen, so das war ihr Eingangsstatement.
00:01:54: Ja und die Entwicklungen die sich dann ja auch abzeichnen, das zeigte ich an verschiedenen Stellen beispielsweise im Kita-Bereich wo man es ganz klar sehen kann dass dann gesetzliche Entscheidungen oder politische Entscheidungen getroffen werden, in Gesetze gegossen werden.
00:02:12: Die dann dazu führen dass nicht so viele Fachkräfte beispielsweise für die Betreuung von der bestimmten Zahl von Kindern mehr notwendig sind sondern man da auch auf andere Mitarbeitende zurückgreifen kann wo sie dann natürlich damit recht hat zu sagen ja okay das ist natürlich ein Thema dahinter dafür zu kämpfen die Professionalität im System gewährleistet bleibt.
00:02:42: Gleichzeitig, dass sozusagen ist mir hängen geblieben.
00:02:46: Dabei haben wir in dem System wenn man sich da Zahlen anguckt dazu In allen Arbeitsfeldern der so oder fast allen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit über die letzten Jahre und Jahrzehnte natürlich ein enormes Wachstum gehabt.
00:02:59: ja Wir haben Kinderbetreuung ausgebaut.
00:03:02: in der stationären Jugendhilfe kann man das sehen Natürlich in der alten Hilfe Ist es ein Thema Und an den Stellen ist natürlich bei einem kontinuierlichen Wachstum immer das Problem dabei, dass eine sozusagen Unterfinanzierung da ist.
00:03:16: Das finde ich sozusagen der eine Aspekt.
00:03:18: Der andere Aspekt wenn man auf soziale Arbeit als Profession schaut dann ist sozialer Arbeit natürlich immer ne ja sagen wir mal eine aus politischer Perspektive Randerscheinung.
00:03:34: also Wenn ich soziale arbeit finanziere gebe ich ja Politikerinnen als politisches System zu, dass unser System nicht so funktioniert wie es eigentlich funktionieren sollte.
00:03:48: Also ja allen Leuten geht's gut wir haben keine sozialen Probleme und so weiter.
00:03:52: wodurch ist natürlich immer an der Stelle zu sowas wie so etwas Unterfinanzierung kommt.
00:04:00: Ja und gleichzeitig ist das ja nicht nur Wachstum der direkt bei den Menschen angekommen ist im System sondern das ist auch viel Wachs-Tum Bürokratie ausgebildet hat, also zunehmende Dokumentationen und Antragswesen und Berichterstattung und externe Mittel akquirieren.
00:04:22: Und sonst noch was?
00:04:23: Also die Bedarfe in diesem verwaltenden Bereich von sozialer Arbeit sind ja auch viel größer geworden – der Aufwand das überhaupt zu tun.
00:04:32: Einerseits die Bedarf sind mehr geworden aber Anforderungen, den Bedarfen gerecht zu werden.
00:04:39: Die sind irgendwie auch komplexer geworden und wir haben es ja auch schon oft gehört, gerade in der letzten Folge.
00:04:45: wieder wird oft als Misstrauen empfunden also dass immer wieder dieses Gefühl im Raum steht war man traut uns gar nicht mehr zu das wir das irgendwie im Sinne der Klienten machen was wir im Sinne des Ziels die Mittel verwenden sondern man muss immer noch irgendwie belegen beweisen Nachweisen, dass man das eigentlich für was Gutes tut und das ist natürlich auch etwas, was Wachstum ein Stück weit mit.
00:05:10: Wo sich der Wachsstum abbildet zumindest?
00:05:13: Ich finde bestes Beispiel an dieser Stelle ist immer das Bundesteilhabegesetz BTHG, wo man wirklich von einem Bürokratiemonster sprechen kann.
00:05:22: inzwischen wenn es überhaupt schon so weit ist, dass es umgesetzt wird weil auch da wieder landesspezifische Unterschiede Aber hinten dran natürlich eine riesige Bürokratie steht mit wirklich dieser Frage dabei.
00:05:33: Ja, was kommt denn eigentlich bei den Menschen die auf die Leistungen angewiesen sind?
00:05:38: Eigentlich an in dem Fall dann beim Menschen mit Behinderung aber eben auch bei anderen wenn so viel quasi durch Misstrauen Verwaltung, Antragsstellung und so weiter und so weiterhin gefressen wird.
00:05:52: Aber das hat ja auch viel mit Sicherheit zu tun.
00:05:54: Also die Aufseite der Kostenträger dann in dem Fall oder auf Seite von Politik, dass Bedürfnisse haben auch wirklich sicher zu sein, dass die Mittel, die man aufwendet, auch gut verwendet werden aber das lässt sich eben nicht unbedingt damit nachweisen und erzeugen, dass man den Aufwand erhöht, das zu beweisen.
00:06:13: Das aber das Bedürftnis nach Sicherheit, das hat uns ja auch begleitet über die Staffel.
00:06:16: Das taucht ja auch immer mal wieder auf.
00:06:19: Ja voll!
00:06:21: So, das war LKL Sago.
00:06:23: Das war Lkl Sago?
00:06:27: Genau!
00:06:28: Wir sind dann nämlich in die andere Richtung gerutscht.
00:06:31: zu Herrn Decksheimer geschäftsführender Vorstand der Jakonie Rosenheim und er hat davon gesprochen dass der Fachkräftemangel auch zu einer Chance werden kann, sozusagen das Gegenbeispiel dazu.
00:06:53: Zu dem was LKL Sago gesagt hat.
00:06:56: Ja eigentlich ganz spannend so aus der Praxis heraus anzuerkennen und sagen na gut die Situation ist so wie sie isst Die die Gesamtsituation können wir nicht so richtig ändern.
00:07:07: Wir müssten aber irgendwie doch versuchen damit klarzukommen und das Beste daraus zu machen.
00:07:12: Eigentlich so habe ich für ihn wahrgenommen, sehr axisbezogen eigentlich und auch pragmatisch.
00:07:19: Ja genau also das erinnert mich an das Thema Führung insgesamt.
00:07:23: wozu braucht es Führungen in Organisationen?
00:07:28: sehr kurz zusammengefasst um das Überleben der zu führende Einheit sicherzustellen?
00:07:33: Und dass ist bei ihm aus seiner Perspektive dann eben die Diakonie Rosenheim.
00:07:37: und dann hilft es an dieser Stelle sozusagen erstmal wenig rum zu jammern.
00:07:43: ja wir haben zu wenig personen so bringt erst mal nichts sondern es braucht.
00:07:47: Ideen lösungen entscheidung die dann umgesetzt werden um den sehr pragmatisch formuliert laden am laufen zu halten.
00:07:55: und So wie du gerade gesagt hast, ja es gibt dazu keine Alternativen.
00:08:01: Die Alternative dazu wäre und das hat er finde ich auch immer wieder betont im Gespräch Ja dann sitzen die Menschen halt in Anführungsstrichen auf der Straße.
00:08:09: Die Jugendlichen haben keine Betreuung mit allen damit eine hergehenden Herausforderungen und Schwierigkeiten.
00:08:15: Genau!
00:08:16: Das hat er sehr klar gemacht und gleichzeitig hatte aber auch gesagt Er sieht ne große Chance da drin diese Situation nicht einfach nur zu erhalten sondern sich in dem Moment auch zu fragen, was macht denn aber eigentlich den Kern unserer Arbeit aus?
00:08:31: Was ist der Kern professioneller sozialer Arbeit?
00:08:34: und das eben nicht losgelöst voneinander zu betrachten, sondern parallel genau darüber auch diese Chance zur Professionalisierung zu definieren.
00:08:43: Zu sagen wenn wir diese Zeit nutzen, diese ungünstige Situationen nutzen und uns damit auseinandersetzen, was Außer dem was wir tun dann liegt darin eben auch eine Chance sich wieder selbst zu vergewissern und Darin vielleicht auch zu wachsen und stärker zu werden.
00:09:01: Ja ich finde es ist eine total interessante Frage.
00:09:04: geht dann auch in Richtung Ausbildung und Hochschule Studium usw.
00:09:08: Zu sagen naja, was ist denn der?
00:09:10: tatsächlich professionelle Kern, ich glaube da gibt es ganz viel.
00:09:13: Die Frage für mich ist immer bringen die Menschen, die dann aus dem Studium kommen diese Perspektiven tatsächlich auch mit in die Organisation rein?
00:09:22: also wissen die was ihre oder ihren professionellen Kern ausmacht um das dann auch tatsächlich sozusagen in der praktischen Arbeit leben zu können?
00:09:33: Die Frage haben wir gar nicht so richtig mit ihm bearbeitet.
00:09:37: und eine andere Sache ist mir auch noch hengeblieben aus dem Gespräch nämlich die Frage Wenn jetzt der sozialen Arbeit gelingt, multiprofessionelle Teams zu etablieren und Antworten auf den Fachkräftemangel zu finden.
00:09:51: Da ist der Kern wichtig mit Fachkräften zu arbeiten das sind andere Aufgaben die können auch andere erfüllen.
00:09:56: dann nehmen wir Menschen die andere Ausbildung mitbringen.
00:10:02: Ich denke mal, es ist ja eigentlich nicht nur ein Fachkräftemangel in der sozialen Arbeit.
00:10:06: Sondern das ist ein Fachkäftemangel, der uns gesellschaftlich begleitet und wir haben das in allen Bereichen.
00:10:10: Wann immer ich irgendwelchen Handwerker hier zu Hause haben will sagt er mir ja weiß ich nicht kann ich nicht kommen überhaupt keine Handwerke hier bei mir laden mir fehlen gerade die Leute die anderen sind krank.
00:10:20: also dass ist was.
00:10:21: das zieht sicher komplett durch alle Branchen durch mit diesen Fachkräften mangeln und deshalb bin ich trägt die Antwort nur bedingt Das wird uns nicht zu aller Zufriedenheit gelingen, so viele fachfremdende Menschen zu gewinnen die gute soziale Arbeit mitgestalten.
00:10:36: Weil einfach insgesamt uns die Menschen ausgehen sozusagen.
00:10:40: Ja also genau es sind das Problem Fachkräftemangel.
00:10:44: Also das zeigt sich sozusagen an dem was du gesagt hast wird uns auf jeden Fall erhalten bleiben.
00:10:48: Es gibt ja Zahlen dazu.
00:10:49: wie viel Einwanderung bräuchten wir damit?
00:10:52: sozusagen dass was demografisch Wegbricht an Arbeitskräften, also in Gesamtdeutschland mit allen Branchen.
00:11:01: Da liegen bei ungefähr vierhunderttausend Menschen pro Jahr die Nettozuwanderung oder Netto zu uns kommen klingt immer total schräg.
00:11:11: Netto und Brutto bedeutet Menschen, die tatsächlich arbeiten können, also unmittelbar als Arbeitskräfte eingesetzt werden können.
00:11:20: Bruttozuwanderung bedeutet mit Familien und Kindern und allem drum und dran.
00:11:24: Und dann liegen wir bei ungefähr etwa zwei Millionen Personen die wir jährlich bräuchten.
00:11:31: wenn man dann dagegen aktuelle politische Entwicklungen sozusagen dagegen hält.
00:11:36: Die würde ich sagen ist es ein schwieriges Ding werden wir da wahrscheinlich so einfach nicht hinkommen.
00:11:42: Nee, wenn wir nicht hinkommen und es auch schwer auszuhalten.
00:11:45: Auch unter dem Aspekt der Menschen würde und des Respekts und des Umgangs miteinander unabhängig von Fachkräftemangel oder nicht Ja eigentlich brauchen wir wahrscheinlich Einwanderung brauchen vor allem aber auch eine System-Transformation.
00:11:56: ne echte Also nicht nur so ein bisschen weniger hier und ein bisschen mehr da Sondern doch also das was Andreas Exheimer gesagt hat ist ja quasi ein Lösungsansatz für die eigene Organisationen für den eigenen Einfassbereich.
00:12:11: Und ich habe aber den Eindruck eigentlich, und so haben wir ja die Staffel dann noch weiter aufgebaut.
00:12:16: Brauchen wir auch nochmal einen Draufblick auf das große Ganze?
00:12:19: Und wie kommen wir gesellschaftlich vielleicht auch weiter?
00:12:23: Wen brauchen wir da als Partner im Gesprächs-, Partner Akteure im Netzwerk
00:12:29: usw.,
00:12:30: um eine große Lösung zu stricken?
00:12:33: die wirklich eine Veränderung mit sich bringt und nicht nur ein paar Millionen hier oder da einspart, sondern die wirklich Antworten auf diese riesigen Herausforderungen auch mit sich bringen.
00:12:43: Ja, genau.
00:12:43: Das finde ich erstmal diese klassische Unterscheidung Arbeit im System und das passiert bei Dexheimer sozusagen an der Stelle sehr logisch.
00:12:51: aus seiner Rolle heraus ist aber noch nicht die Arbeit am System.
00:12:54: also wir bleiben immer noch in gleichen Systemen dabei.
00:12:58: Und ich find wenn man dann die nächste Episode in den Blick nimmt Florian Fickler mit dem er gesprochen haben zu Zahlen Statistiken und so weiter zum Thema der beispielsweise die Sachsenstudie erwähnt hat Wo es dann darum ging, naja wenn man auf beispielsweise die Sondervermögen schaut.
00:13:17: Die Milliarden, die aktuell an verschiedenen Stellen zum einen für Infrastruktur, zum anderen für Verteidigung ausgegeben werden hat man immer so dieses Gefühl ja da wird erst das Geld zur Verfügung gestellt und dann diese Frage stellt ja wofür eigentlich?
00:13:31: Und an der Stelle wäre er zumindest einen Aspekt einer Transformation zu sagen, ne lass uns doch mal kurz vorher überlegen.
00:13:38: Wohin wollen wir denn eigentlich?
00:13:40: und dann das Geld an der Stelle auch dazu zur Verfügung zu stellen oder die Schritte zu gehen dahin?
00:13:47: Am Ende haben wir gar nicht so viel über die Sachsenstudie geredet sondern tatsächlich mehr über dieses Geld.
00:13:53: Genau, aber auch total bestechend die Logik.
00:13:55: Zu sagen erstmal das Zielbild zu formulieren und zu überlegen wo wollen wir hin?
00:14:00: Und was braucht es dafür wie können wir das realisieren?
00:14:06: Das ist mir auf jeden Fall auch hängegeblieben.
00:14:08: Das fand ich eine sehr spannende Diskussion am Ende in dieser Folge.
00:14:16: Aktuell, wenn man drauf schaut aktuelle Studien die belegen auf der einen Seite.
00:14:21: Die Superreichen werden superreicher wobei super Reich immer das falsche Framing sozusagen dahinten überreicht genau er den Überreichen also wirklich über Reichtum der hinten dran ist.
00:14:34: Und gleichzeitig kommt, also wirklich war ja quasi zwei Tage später die Studie dazu raus dass zunehmend mehr Menschen von Armut betroffen sind in Deutschland.
00:14:44: Eine absurde Geschichte.
00:14:45: und an Geld sozusagen kann es eigentlich erstmal nicht liegen.
00:14:51: da kommen dann hin zu reichen Steuer Vermögenssteuer usw.
00:14:55: usw.,
00:14:56: solche Aspekte wo Möglichkeiten da wären.
00:14:59: Aber wenn man sich diese Frage stellt, wohin wollen wir denn eigentlich?
00:15:02: Dann ist es wirklich immer schwierig zu sagen ja was machen mit dem Geld, das da zur Verfügung steht.
00:15:10: Da können Fliege und so weiter.
00:15:12: Es ist spannend weil ich das Gefühl habe einerseits die Bereitschaft gerade relativ groß also gesellschaftlich in der Bevölkerung gibt's eine große Zustimmung Zugriff auf Vermögen, also Vermögenssteuer einführen und diese extreme Ungleichheit abzuschaffen oder nicht abzuschafen.
00:15:30: Das ist ja völlig übertrieben!
00:15:32: Aber ein bisschen abzumildern... Also ein bisschen mehr von denen zu nehmen die wirklich viel haben anstatt immer ein bisschen was von denen zunehmen die ich schon nicht so viel habe.
00:15:40: Und Politik traut sich da überhaupt nicht dran?
00:15:42: Da gibt es einzelne wenige die dann aber auch gleich wieder als gefährlich extremistisch und radikal gebrannt markt werden.
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00:15:51: Ja, wir haben ja versucht heidi reicheneck hier auch für den podcast.
00:15:57: Ja leider um mit ihr mal drüber zu richten die kam man denn wirklich auch politik gestalten was braucht es denn nicht?
00:16:02: meine heidi reinig ist selbst sozialarbeiterin so wie kommt aus dem system die kennt das auch von innen die weiß worüber sie redet und die gestaltetpolitik.
00:16:09: das war eigentlich also total gut mit ihr darüber zu reden.
00:16:14: Also die Bereitschaft auf der einen Seite ist total groß und auf der anderen Seite geht man das Thema nicht an, vielleicht weil es auch so groß ist.
00:16:19: Und ja aber ohne dass wird's auch nicht gehen.
00:16:22: also ein bisschen mehr Geld.
00:16:23: im System braucht man ja schon ein bisschen Spielgeld und dann muss man eben trotzdem einfach mal anders Spiel ran und die Spielregeln nochmal neu verhandeln.
00:16:33: Nicht nur die Mitspielerin mit weniger Ausstatten
00:16:36: Hey, total.
00:16:38: Ich fand dieses Logik erst mal rumdrehen, fand ich total spannend an der Stelle zu sagen wohin wollen wir denn eigentlich?
00:16:46: Bevor wir anfangen irgendwie was zu... also irgendwelche Gelder auszugeben und so rumzubasteln mit irgendwas und sich diese Frage erstmal zustellen.
00:17:00: Das zu große soziale Ungleichheit hat einfach Folgeprobleme mit sich, die wir ja jetzt auch schon spüren an Alldecken und Enten.
00:17:07: Und dass man das eigentlich nicht weiter bedienen dürfte sondern eben da einfach mal eine Bremse einzuschieben und sagen hey, das müssen wir ein bisschen abmeldern.
00:17:16: Also ich hab nur irgendwie jetzt auf... Social Media irgendwie so ein Foto gesehen, T-Shirt Amerika wo drauf steht wenn du Trump wählst bist du entweder Milliardär oder dumm und jetzt kannst du mal auf deinen Kontostand schauen.
00:17:35: entscheiden.
00:17:36: So fand ich ein witziges T-Shirt an der Stelle, wo diese gesellschaftliche Spaltung sozusagen deutlich wird, wo halt klar wird okay wir haben da ein echtes Problem was in Richtung Demokratiegefährdung und so weiter läuft.
00:17:48: Und zwar massiv, finde es wirklich eines der größten Themen die hinten dran sind.
00:17:53: Ja und die Situation ist schon so verfahren als den Moment wo ich die Leute anspreche mit Enttage bist du Millionär?
00:17:58: Oder dumm, dann will ja
00:18:01: auch einer so entwebelt sein
00:18:02: und das verschärft.
00:18:03: Wir stehen schon da, es ist genau so.
00:18:05: Und wir haben's in Deutschland auch mit der AfD usw.. Da können wir uns gar nicht über den großen Teich drüber gucken.
00:18:12: Aber ja, das ist eine eigene Staffel wert Hendrik!
00:18:15: Das wäre eine Staffel aber vielleicht der falsche Podcast an der Stelle.
00:18:19: Ich weiß ja, dass dich das Thema tatsächlich total bewegt und ich kann es auch total nachvollziehen weil mich bewegt schon auch.
00:18:25: Müssen wir mal gucken was wir da raus machen?
00:18:27: Vielleicht kremen Heidi Reichenek jetzt doch noch.
00:18:28: Lass uns ein Schritt weiter gehen.
00:18:32: Weil in Richtung System-Transformation, du hattest eben angesprochen.
00:18:35: War ja jetzt auch bei Florian Fickler unterschiedliche Denklogik sozusagen reinzubringen das System und ich hatte dann ohne dich leider an der Stelle... Du warst verhindert mit Lars Dierking von Gangway Hamburg darüber gesprochen.
00:18:50: Hintergrund davon war es gab eine Anfrage von ihm ob ich das in verschiedenen Organisationen erlebe dass Nicht nur innerhalb der Organisationen die Probleme durch den Fachkräftemangel entstehen, sondern in der Kopplung von Leistungserbringern also Organisationen der Sozialwirtschaft und Kostenträgern auf der anderen Seite.
00:19:11: Ob es da Brüche und so weiter gibt, und da haben wir drüber gesprochen.
00:19:17: Und ganz klar war an der Stelle ja nicht nur den Organisationen – also den Organisation der Sozialwirtschaft, den Leistungserbringern fehlen die Fachkräfte sondern auch auf Kostenträgerseite fehlen mit der Problematik dabei dass sie aber voneinander abhängig sind.
00:19:35: um Geld dazu bekommen, muss ich sie beim Kostenträger beantragen.
00:19:41: Da gibt es aber keine Antwort dazu weil niemand mehr sozusagen da ist der diese Dinge bearbeitet und dadurch kommen wir insgesamt in ein Problem oder ein berühmtes System rein, wo sich wieder die Frage stellt ja wie lange wollen wir denn in diesem System eigentlich drin bleiben?
00:20:02: Oder wie lange können wir in diesem system drinbleiben?
00:20:06: und am Ende des Tages sozusagen wenn man da drauf schaut sind erstmal alle überlastet darin.
00:20:12: Wie sollte es auch anders sein?
00:20:14: Genau, also wie soll das auch anders werden?
00:20:15: und alle schauen sozusagen auf die anderen.
00:20:19: Wenn die Jugendämter mal schneller arbeiten würden und die Anträge mal schneller machen würden, wenn die sozialen Einrichtungen mal besser ihre Anträge stellen würden usw.
00:20:30: Also ein gegenseitiges Schuld hin- und herschieben aber dieses Raussoumen, das fand ich bei der Episode den den spannenden punkt.
00:20:40: das passiert sehr selten also dass wirklich sozusagen die branche insgesamt in den blicken oben wird.
00:20:47: Ich habe die folgen nur gehört im nachhinein und es geht ja auch nicht nur um Schulden unterschieben sondern es geht hier auch um genau diese frage von Sicherheit und Vertrauen und Mut und Verantwortung.
00:21:02: Wenn ich auf der Gegenseite niemanden erreiche, was mache ich denn dann?
00:21:05: So fange ich an den zu beschimpfen und zu beschuldigen.
00:21:07: oder finden wir dann vielleicht eine pragmatische Lösung wie wir dann trotzdem handeln?
00:21:11: weil am Ende ist ja sozialer Arbeit oft auch einfach geprägt davon dass es eben notwendig ist also das die Hilfe jetzt benötigt wird nur weil auf der anderen Seite niemand da ist er das freigeben kann, sein okay druntersetzen kann.
00:21:25: Das landet dann am Ende trifft es den Einzelnen der das gerade braucht und da in ein ehrliches Miteinander zu kommen und in einen Gespräch zu kommen wo man auch wieder eigentlich pragmatisch lösungsorientiert versucht Verabredungen zu treffen wie man damit umgeht wenn was der Fall ist weil die Situation ist einfach so wie sie ist.
00:21:43: wir können sich nicht ändern wir können sie anerkennen wir können damit umgehen und da eine Ehrlichkeit miteinander zu kommen.
00:21:49: ich glaube dass war schon auch viel von der Perspektive von Lars Dierking, dass man das auch einfach mal aussprechen muss.
00:21:56: Ja also ich habe da schon viel darüber nachgedacht.
00:21:58: Ich hab dann einen eigenen Blogbeitrag dazu geschrieben.
00:22:00: Wir verlinken natürlich einige Punkte hier in den Show-Nodes dann.
00:22:04: Also beispielsweise auch diesen Blogbeitrag mit der Problematik.
00:22:08: Mit wem spricht man darüber?
00:22:10: Weil wenn ich als soziale Einrichtung zugebe, dass es bei mir nicht funktioniert.
00:22:16: Kommen gegebenenfalls die Kostenträger auf die Idee zu sagen er schwierig und die Kustenträgern selber sagen ja bei mir funktioniert jetzt nicht so weil wegen den ganzen fehlenden Fachkräften bei mir geht auch nicht verantwortlich dafür sozusagen die Leistung zu erbringen bzw.
00:22:36: die Kosten zutragen und so weiter, also wie könnte da ein guter Ausschau stattfinden?
00:22:42: Finde ich eine hoch relevante aber echt schwierig zu beantworten.
00:22:45: Frage
00:22:46: Ja, ich hatte so ein bisschen das Gefühl lass dir gegen sucht eigentlich auch andere Akteure die sagen ja und geht es aus.
00:22:54: Lass uns mal miteinander darüber reden mit allen Beteiligten nicht nur die eine und die andere Seite sondern wirklich im Sinne der Zielgruppe und in Sinne der Praktikabilität da Lösungen zu finden miteinander.
00:23:09: Eine Lösung KI Oder?
00:23:12: Ja,
00:23:13: unbedingt Hendrik.
00:23:14: Auf jeden Fall!
00:23:15: Das ist so einfach die Folge auch verstanden.
00:23:18: So
00:23:19: oder das war doch eine ganz einfache Geschichte.
00:23:20: immer KI reinhauen überall, Lustiger Prompt dann läuft der Laden.
00:23:26: Wir haben uns mit Julian Löwe unterhalten.
00:23:31: Magst du noch kurz was zu Julian sagen?
00:23:33: Ja, kann ich machen.
00:23:33: Julian Löhe ist Professor an der Fachhochschule in Münster inzwischen Dekan des Fachbereichs Sozialwesen leitet den Masterstudiengang Sozialmanagement und an der Fachhoch-Schule in Munster und beschäftigt sich viel mit und schon lange mit dem Thema KI in der Sozialwirtschaft Und hat auch ein Buch dazu geschrieben.
00:23:58: Auch das verlinken wir hier in den Schaunouts dazu, weil man sich das einfach auch Open Access runterladen kann.
00:24:05: Das ist super erst mal was da sozusagen alles passiert.
00:24:09: und aus unserer Perspektive so zu sagen ist natürlich dieses Thema egal wo man gerade hinschaut hochspannend, hochelevant, hochdynamisch.
00:24:21: und an dieser Stelle hochdynamisch wird es etwas schwierig, würde ich sagen.
00:24:28: Also weil es so schnelle Entwicklungen sind die in dem Kontext von KI und KI-Entwicklung alle da sind dass es Organisationen der Sozialwirtschaft völlig nachvollziehbar schwer fällt da überhaupt dran zu bleiben überhaupt sozusagen irgendwie weiterzugehen.
00:24:47: Ja absolut!
00:24:49: Ich habe mir das Buch auch runtergeladen und meine letzte Hausarbeit für die Hochschule damit gestiegen
00:24:54: Kann mich
00:24:54: erinnern Ich hatte sogar als Einzelperson jetzt auch schon immer das Gefühl krass die Entwicklung diese technischen Möglichkeiten sind so exorbitant schnell, dass selbst zu meiner Hausarbeit ich eigentlich nicht hinterherkomme und immer denke wenn ich heute aufhört zu lesen dann ist morgen alles wieder hinfällig.
00:25:13: wie sollen denn so.
00:25:15: große komplexe soziale Organisation damit umgehen, wenn die dann auch noch irgendwelche Meinungsbildungsprozesse, Entscheidungsprozess und sowas alles hinten dran haben.
00:25:27: Also KI, die Technik als solche ist so schnelllebig dass man eigentlich gar keine Chance hat sie partief hinterher zu kommen und sagen ja guck mal das haben wir zur Kenntnis genommen das geht das wollen wir bei uns etablieren da es schon total verallt hat.
00:25:45: Und ich habe mich ganz oft gefragt, jetzt nicht so sehr in der Folge aber tatsächlich in letzter Zeit wie viel KI brauchen Organisationen der Sozialwirtschaft eigentlich und wie kann man sich das sinnvoll nutzbar machen.
00:25:58: Wie kann man damit wirklich gut umgehen?
00:26:00: Da hab' ich auch noch keine guten Antworten drauf.
00:26:02: ist mir ja auch alles zu schnell ledig für mein eigenes Leben vielleicht.
00:26:06: Aber da sind riesengfragen die da aufstehen und ja also was wir mit Julian Löh diskutiert haben Ja klar, natürlich ist KI nicht die Lösung.
00:26:13: KI kann an der einen oder anderen Stelle irgendwie hilfreich sein und weiterbringen aber KI ist nicht die Lösung für den Fachkräftemangel also auf keinen Fall.
00:26:22: im Gegenteil eigentlich brauchen wir eher auch nochmal Fachkräfte um KI zu gestalten so noch mal vielleicht auch neue und andere Fachkräften mit ganz neuen Perspektiven in der sozialen Arbeit.
00:26:34: Ich fand mehrere Punkte, die du gesagt hast spannend.
00:26:37: Also alleine nutzen im privaten sozusagen ist eine Perspektive dabei selbst da das Gefühl dabei zu haben okay dass es wahnsinnig schnell.
00:26:47: ich kann es für mich aus meiner beruflichen Perspektiv sozusagen als Freiberufler betrachten wo auch in Anführungsstrichen alleine das Nutze natürlich für verschiedene Dinge, Gestaltung von Ideen, Blockbeiträgen, Angebotsvorbereitung und so weiter mit super Möglichkeiten.
00:27:10: Wenn ich dann aber eben genauso wie du sagst auf Organisationen gucke – teilweise hochkomplexe große Organisationen, mehrere Tausend Mitarbeitende
00:27:19: usw.,
00:27:19: die hinten dran sind und aus einer systemtheoretischen Perspektive zu betrachten soziale Systeme oder diese Organisationen erst mal strukturell konservativ.
00:27:28: Also immer bestrebt danach sozusagen den Status quo zu halten und wie soll das gelingen unter dieser Geschwindigkeit, den Status Quo zu halten?
00:27:39: Das ist eine permanente Entwicklung die da notwendig ist mit der Frage und das finde ich den interessanten Punkt dabei Organisationen Verantwortliche Organisationen könnten ja auch die Entscheidung treffen, dass es jetzt so und so zu nutzen ist.
00:27:58: Also KI-Leitlinien zu entwickeln, Klammer auf.
00:28:02: Auch dazu gibt's einen kleinen Blockbeitrag.
00:28:04: Klammern zu regeln, zu verabschiedenen Vorgaben zugestalten usw.
00:28:10: Das Problem was ich dabei sehe oder vielleicht auch zwei Probleme das eine problem ist, dass diese ganze KI thematik auf sowieso Hochgradig B oder überlastete Organisationen der Sozialwirtschaft trifft, ja Thema Fachkräftemangel sind wir gerade dabei zum Beispiel oder Thema Bürokratie Verregelung und so weiter.
00:28:32: Und dann sollen wir uns auch noch mit dem Thema KI beschäftigen.
00:28:36: ich habe oft das Gefühl die Einrichtungen sind gar nicht soweit quasi sich mit dem nächsten neuen Thema zu beschäftigen dass sich dann auch noch so schnell entwickelt.
00:28:47: und der zweite Punkt wenn ich diese Entscheidung treffe Leitlinien, Regeln, Vorgabe und so weiter.
00:28:53: Dann brauche ich immer noch Leute die dabei mitgehen.
00:28:58: also Entscheidungen treffen alleine reicht nicht sondern Ich muss die Gefolgschaft sichern wie sich das sozusagen aus einer systemischen Führungsperspektive bezeichnen lässt weil wenn keiner mitgeht bei meinen regeln Dann bringt ihr auch nichts.
00:29:11: und dann nutzt wieder jeder selber in irgendeiner Art und Weise mit seinem privaten Handy oder keine Ahnung.
00:29:20: In einer völlig ungerregelten Art und Weise von den Mitarbeitenden in Anführungsstrichen an der Basis angefangen bis zu den Führungskräften, die dadurch Entscheidungen vorbereiten usw.
00:29:34: ist die Anschlussfähigkeit sicherzustellen.
00:29:36: Und dann einfach auch total unreflektiert an vielen Stellen, also wir haben das ja beide auch immer wieder dass wir uns davon berichten wie beeindruckt wir im ersten Moment davon sind was KI uns vielleicht mal ausspuckt wenn wir damit rumspielen und danach denken wir ja warte mal da ist aber irgendwie auch komisch es sieht erstmal nur gut aus aber wenn man sich genauer anguckt dann ist es irgendwie auch schon wieder nicht mehr ganz so überzeugend.
00:29:58: und dafür braucht es aber ja auch ein Stück weit Expertise natürlich zum einen, um das beurteilen zu können.
00:30:04: Aber zum anderen natürlich auch gedanklichen Freiraum, um überhaupt das in Frage zu stellen und nicht nur zu sagen okay, das Ding ist erledigt da kann ich eine Haken dran machen.
00:30:11: die To-do List ist ein bisschen kürzer geworden sondern ich lass mir Zuarbeit von KI geben und hab aber dann gar keine Möglichkeiten mehr zu sagen so jetzt nehme ich mir noch mal die Zeit es kritisch zu betrachten Sondern dann wird es eingespeist ins System und andere müssen damit weiterarbeiten Und dann kommt ja auch noch der Workslop dazu Dass die anderen dann sagen, warte mal was mache ich eigentlich.
00:30:32: Was ist das eigentlich für eine Vorlage?
00:30:34: Wo kommt denn hier etwas?
00:30:35: taugt ihr eigentlich?
00:30:36: Also sich das Problem von erst einmal gut aussehnem Inhalt der sich später als Nitrag-Filch entpuckt verschoben wird also von der Form die es produziert und eingespeist hat ins System hin zu denen die das dann später irgendwie aufdecken Genau, also das bringt auch eher wieder neue Folgeprobleme mit sich als unbedingt nur Lösungen auf die Erste in erster Sicht sozusagen.
00:31:00: Naja und den Punkt den du genannt hast ja es muss ja irgendwie wieder kontrolliert werden in den Blick genommen werden eingeschätzt werden.
00:31:09: Ergebnisse von KI braucht ja Erfahrung Erfahrungswissen, Kompetenz.
00:31:16: Woher soll die kommen?
00:31:17: für neue Mitarbeitende?
00:31:19: Die sozusagen in dieses System reinkommen was dann auch da wieder an der Stelle wahrscheinlich nicht ohne zusätzliche Ressourcen, ohne Einarbeitung, ohne lange Beschäftigung und so weiter damit überhaupt möglich ist.
00:31:31: Damit ich überhaupt Ergebnisse oder das was mir KI ausspuckt Ergebnisse bewerten kann und einordnen kann.
00:31:39: Ich finde es hochgradig interessant.
00:31:42: Ein Aspekt, den wir noch nicht angesprochen haben finde ich die Ressourcenverschwendung.
00:31:48: Also tatsächlich eine sozial-ökologische Frage.
00:31:53: Sozial auf der einen Seite wer speist die Daten in KI ein?
00:32:00: Auch das verlagert auf die südliche Haltkugel dieser Welt und... Ökologisch natürlich auch mehr als hinterfragbar, wie viel Energie Wasser und so weiter wird benötigt.
00:32:14: Fand ich auch super spannend, hab' ich tatsächlich mir vorher auch wenig Gedanken drum gemacht.
00:32:18: Aber im KI wird erst dann intelligent wenn diese unfassbar vielen Daten die da reingekloppt werden von Menschen sortiert werden und Menschen sagen ah das ist so zu interpretieren dass so damit KI das dann später selbstständig weitermachen kann.
00:32:32: und äh natürlich macht das nicht der Hendrik oder nicht die Marion hier schön praktisch sondern das machen Leute die dafür schlecht bezahlt werden unter schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten, aber wir profitieren im Alltag jeden Tag davon und machen uns das überhaupt nicht bewusst.
00:32:45: Und tatsächlich mir wird auch immer ganz anders wenn Leute jeden Tag immer auf KI zugreifen Per Sprachanfrage, ihr Handy irgendwas fragen und Kain dann die Antwort ausspuckt oder vorliest.
00:32:57: Weil ich mir denke, was das kostet an Kühlung für das Rechenzentrum über dass das jetzt hier gerade alles läuft?
00:33:04: Das kannst du auch einfach googeln!
00:33:05: Das würde völlig ausreichen.
00:33:07: so da wird... Ja
00:33:07: und selbst Google setzt ja sozusagen sofort auf irgendwelche KI-Zusammenfassungen.
00:33:12: Auf der Art muss wieder ein Problem sein.
00:33:14: Du musst total viel Energie aufwenden um zu vermeiden mit KI zu arbeiten und es führt aber glaube finde ich das gefährliche zu so einer Gewöhnung.
00:33:23: Wir gewöhnen uns einfach daran, dass KI das für uns macht und ich war jetzt am Wochenende auch Wandern mit einer Freundin, kurzer Exkurs habe dann natürlich auch Google Lens gefragt was ist das hier eigentlich für eine Pflanze oder für ein Tier?
00:33:33: Weil ich das nicht wusste Und hab gesagt, guck mal hier das ist das.
00:33:37: und da hat sie gesagt nein.
00:33:39: Das ist es nicht.
00:33:41: Hat sich bisschen lustig darüber gemalt weil ich ja die ganze Zeit sage du musst KI immer hinterfragen und dem Moment einfach dann das genommen hat was Lenz mir ausgespuckt hat und sie gesagt so die Pflanze kenne ich zufällig die isst es nicht?
00:33:51: Da musst du nochmal weiter suchen und einem müsste man an dem Beispiel dann immer gleich noch sagen okay KI sagt, das ist das.
00:33:57: Dann müsste ich es eigentlich noch mal von hinten recherchieren und rausfinden.
00:34:00: Ist es das eigentlich wirklich so?
00:34:01: Und das macht man natürlich nicht klar!
00:34:03: Da fallen wir immer alle wieder drauf rein.
00:34:04: Ja genau.
00:34:05: Es ist wiederum auch der doppelte Aufwand.
00:34:07: Also macht ja keinen Spaß.
00:34:08: Also
00:34:09: doppelten Aufwand haben wir gar keine Zeit.
00:34:11: Wir brauchen ja eigentlich das Gegenteil den Halbaufwand.
00:34:14: Ja, deswegen kann KI weg wäre sozusagen die Überleitung zur Episode mit Sandra Biels.
00:34:22: Mit der wir über Exnovation gesprochen haben also Anführung strichen dass die andere Seite der Medaille von Innovation.
00:34:32: Innovation immer sozusagen netter Begriff und Jeder will irgendwie innovativ werden.
00:34:37: Aber mit der Problematik dabei, was lassen wir denn weg?
00:34:42: Womit hören wir dann auf?
00:34:43: Was machen wir denn auch vielleicht nicht
00:34:46: mehr?".
00:34:47: Das fand ich ein interessanter oder wichtiger Diskurs zum Thema Fachkräftemangel.
00:34:54: Ja, ich fand das total super!
00:34:55: Ich hab den Begriff... Relativ am Anfang kennenlernt als wir uns kennengelernt haben und bin seitdem Fan davon.
00:35:03: Und wann immer ich davon erzähle, kriege ich auch weitere Begeisterung.
00:35:08: Also Hexnovation einfach als Wording für etwas was bisher nicht so attraktiv ist ne?
00:35:16: Auf Hormandrömen pülen ausmisten.
00:35:19: So da hat ja keiner Bock drauf.
00:35:20: aber Exnovation klingt irgendwie Wohl klingt viel besser, klingt ein bisschen nach Innovation.
00:35:26: Ist vielleicht auch das innovative Ausmisten könnte man sagen.
00:35:30: Also aufräumt neu gedacht.
00:35:32: Ja genau, aufräumen neu gedacht.
00:35:34: also erstmal finde ich es wichtig... Und genau so wie du das erlebst, erlebe ich das ja auch.
00:35:40: Der Begriff alleine ist sehr anschlussfähig.
00:35:43: der Begriff allein löst positive Dinge auf.
00:35:45: Ja endlich kann man es mal benennen sozusagen.
00:35:48: also ja damit werden Denkräume eröffnet in Organisationen.
00:35:54: Also was können wir weglassen?
00:35:57: und gleichzeitig ist Exnovation natürlich immer auch eine Veränderung von bisher lieb gewonnenen, bisher genutzten.
00:36:06: Das haben wir schon immer so gemacht.
00:36:10: Es hat eher der Standard-Satz dazu was dann bei Veränderungen eine gewisse Sicherheit in Frage stellt.
00:36:19: also will ich das jetzt wirklich nicht mehr machen.
00:36:22: sollen wir es wirklich aufhören dass Angebot vielleicht doch nicht mehr anbieten vielleicht hier weniger machen da weniger machen
00:36:29: Ja, und das traut man sich nicht so richtig.
00:36:31: Und dann denkt man, das geht vielleicht auch gar nicht.
00:36:35: So hast du es gerade selber gesagt?
00:36:36: Das ist irgendwie eines von den Programmen die doch aber so toll sind und die wird schon so lange machen und die so viel Spaß machen.
00:36:40: und genau diese Frage sich zu stellen was davon behalten wir Was davon lassen wir sein is natürlich eine ganz notwendige weil man gar nicht immer nur so weitermachen kann.
00:36:51: und ich finde es so das klingt logisch, da gibt's überhaupt keine Gegenargumente mehr.
00:36:56: Seit Jahren und Jahrzehnten machen wir noch Innovationen und packen noch was obendrauf und haben noch eine tolle Idee für den nächsten Projektantrag.
00:37:03: Das ist ja ganz klar dass wir alle am Ende der Veranstaltung uns fühlen und nicht weiterkommen.
00:37:08: Zeit für Exnovation auch mal etwas wegzulassen mit etwas aufzuhören.
00:37:13: Und das ist ungleich schwieriger als noch was neues tolles noch oben drauf zu satteln.
00:37:19: Ja genau und das was finde ich dabei sozusagen so ein bisschen, also ich glaube dass kann man gut in dem eigenen Einflussbereich auch machen.
00:37:29: In dem Bereich wo ich sozusagen entweder ganz individuell meine Kontrolle drüber habe, also tatsächlich den Schrank aufräumen oder meinen Computer mal ausmisten oder sowas.
00:37:40: Das kann ich auch innerhalb der Organisation auch noch ganz gut, also da wo der eigene Einflussbereich ist.
00:37:47: Wenn das aber dann sozusagen in Fahrtabhängigkeiten kommt, in gesetzliche Vorgaben die irgendwann mal vor was weiß ich wie viele Jahren so entschieden wurden, dann wird es schon wieder ganz schön tricky an der Stelle.
00:38:02: Also wenn man wirklich auf eine systemverändernde Perspektive geht mit dem Thema Exnovation finde ich's ja echt nicht ganz so einfach.
00:38:12: Aber eigentlich streifen wir immer wieder die Frage des Systems, ne?
00:38:17: Also wo wir das mal so gemeinsam sortieren betrachten wird es mir tatsächlich auch nochmal klarer.
00:38:22: Eigentlich müssen wir darüber reden was kann vom großen Ganzen weg und doch stärker noch einmal drüber nachdenken wer kann das denn auch eigentlich weg verhandeln.
00:38:30: Ja genau also wie können die Entscheidungen wo an welchen Stellen getroffen werden also grundsätzliche Veränderung wirklich konkret durchzusetzen?
00:38:41: Und wir hatten im Vorgespräch darüber gesprochen, eigentlich sind die Zeiten... also wir haben so ein bisschen hin und her diskutiert.
00:38:47: Sind die Zeiten dafür gerade gut tatsächliche Veränderungen durchzusetzen?
00:38:52: Also ja auch Exformationen auf Systemebene.
00:38:55: durchzusetzen, oder sind es eigentlich eher schwierige Zeiten?
00:38:57: und ich hatte dieses Adam Kramski Zitat.
00:39:02: Es ist die Zeit der Monster.
00:39:03: ja weil das Gute oder dass das Neue ist noch nicht da Das Alte ist aber auch noch nicht weg und wir befinden uns genau in so einer Zwischenzeit die sich komisch anfühlt an der Stelle.
00:39:16: Und eigentlich wenn man dann sozusagen zum letzten Episode auch übergeht betont auch Michael Wilein.
00:39:24: Eigentlich haben wir jetzt die Chance dazu, tatsächliche Veränderungen sozusagen in den Systemen anzustoßen.
00:39:31: Weil alle – und das stellen wir jetzt auch hier gerade fest – systemisch sozusagen an der Stelle nicht mehr weiterkommen.
00:39:37: Da können wir noch so viel im System verändern.
00:39:39: Passiert nichts!
00:39:40: Und gleichzeitig bleibt immer die Frage von Sicherheit und Unsicherheit und dem großen Bedürfnis nach Sicherheit.
00:39:47: Wenn die Leute sowieso schon entbettet sind und sich eben nicht mehr sicher fühlen, dann ist noch mehr Veränderung natürlich….
00:39:53: Quartal weil das ja schnell, dass die Sicherheit woanders suchen und Leute sicherheit versprechen die sie überhaupt nicht halten können.
00:40:04: Aber es ist ein Bedürfnis nach einer Perspektive Nachsicherheit nach Einfachheit im Menschen oder in vielen menschen vorhanden Und das macht es so gefährlich.
00:40:11: aber eigentlich ist mehr als überfällig genau diese fragen mal zu stellen.
00:40:16: uns bräuchte irgendwie Ja Menschen die das Die so eine Ruhe, Souveränität und Sicherheit ausstrahlen vielleicht auch.
00:40:23: Dass wir sagen hey das schafft mir gemeinsam.
00:40:26: Vielleicht brauchen wir doch Angela Merkel zurück?
00:40:29: Also weiß ich nicht ob die... Die hat auf jeden Fall viel Sicherheit ausgestrahlt aber ich weiß gar nicht ob sie soviel in die Wege geleitet hat.
00:40:37: Aber ich habe gerade bei dem was du gesagt hast an einen Moment gesprochen.. Ich
00:40:40: hätte das auch nie gedacht dass ich das mal sage.
00:40:42: Ja okay.
00:40:43: Du weißt das meine dieses Ausstrahl von der Ruhe.
00:40:46: Sie hat so viel auch ja vielleicht ausgesessen am Ende des Tages Aber da sind im Moment keine Menschen mehr, die das tun.
00:40:52: Sondern da springen Leute hin und her sagen heute, höhe morgen, heut.
00:40:55: Und das erzeugt ja nicht Sicherheit im Gegenteil.
00:40:57: Das verstärkt der diese ganze Unsicherheit noch total unsinnig.
00:41:01: Ja ich habe gerade nur dran gedacht an diesem Punkt den wir mit Michael Bielein hatten.
00:41:07: An dieses Thema Ambiguitätstoleranz, Mehrdeutigkeiten aushalten können.
00:41:16: Das ist immer so ein bisschen diese Perspektive, die ich da versuche mit reinzubringen.
00:41:19: Eigentlich sind wir in der sozialen Arbeit ideal dafür geeignet weil das Kernkompetenz von Sozialarbeitenden aus meiner Perspektives zumindest sein müsste.
00:41:31: Weil wir immer mit diesen Dilemata arbeiten und immer mit den Widersprüchlichkeiten.
00:41:35: auf der einen Seite sind für die Kontrolle verantwortlich aus einer staatlichen Perspektiv heraus.
00:41:40: Auf der anderen Seite müssen wir aber gleichzeitig das Wohl des Klienten in dem Blick nehmen.
00:41:45: Es soziale Arbeit ist immer unsicher, weil ich nicht weiß was morgen passiert.
00:41:49: Wie es dem Klienten den Jugendlichen keine Ahnung wie es denen geht und so weiter.
00:41:54: Und eigentlich könnten wir daraus super schöpfen sozusagen aus dem was professionelle Identität in der sozialen Arbeit ausmacht.
00:42:02: Ja aber mit Michael Bielein haben wir auch darüber gesprochen wie man kannt gerade diese ganzen Krisensymptome sind und wie wenig Raum Gefühlt an allen Ecken und Enden ist um so Dinge mal zu denken.
00:42:16: also dieses
00:42:18: für die reflektion
00:42:19: sein.
00:42:22: Ja keine gedanklichen spielräumen mehr zu haben für reflektion für infrage stellen für unsicherheit aushalten und all sowas, sondern eigentlich immer ein krasses Bedürfnis nach schnellen Antworten.
00:42:33: Siehe KI, nach schnellem und einfachen Lösungen nach irgendwie weiterkommen, nach erledigen weil es so viel zuviel ist an allen Ecken und Enden.
00:42:42: Die Kendenz ist ja also nicht absehbar dass sich das umkehrt, sondern im Gegenteil wird ja eher mehr die Sparpläne der Regierung, der Sparzwang in einem betrachtes Haushalts- und dann geht man das aber eben nicht richtig an und holt sich bisschen mehr Spielgeld um dann auch nochmal über das System zu reden.
00:42:58: Sondern man spart bei denen, die eh schon nix haben und erhöht die Eigenbeiträge.
00:43:03: Und erhöht damit ja auch den Druck weil irgendwo muss es dann wieder erwirtschaftet werden.
00:43:07: Das ist alles so kurzsichtig und das ist alles aus der Not unter Druck gestrickt.
00:43:12: Also ich sehe das überhaupt nicht dass wir da irgendwas auffündigen in Frage stellen oder umkehren im Sinne von Exnovation sondern im Gegenteil.
00:43:21: Wir spannen immer noch ein bisschen weiter.
00:43:24: Ja, ich finde es schon ganz interessant.
00:43:26: Wir haben diese Episode mit Michael Wilein ja auch kommen wir mit Vertrauen aus der Krise überschrieben und ich fand es ganz interessant.
00:43:37: Es gibt die Entwicklungen im Kontext der Eingliederungshilfe.
00:43:43: Ich bin mir nicht sicher ob auf allen Arbeitsfeldern das man zurückkommt zu einem Trägerbudget Also, dass die Kostenträger und das finde ich eine ganz interessante Perspektive dabei sagen.
00:43:55: Okay!
00:43:56: Nicht mehr Einzelleistungen, die abgerechnet werden sondern Träger-Budget was zur Verfügung gestellt wird und die Einrichtung dürfen damit sozusagen machen was sie also wahrscheinlich nicht was sie wollen sondern halt tatsächlich dann auch fachlich sozusagen gut eingesetzt.
00:44:08: aber das fand ich eine interessante Perspective gibt es in einigen Bundesländern inzwischen und war für mich so eher okay.
00:44:17: Ist das schon mal nen Schritt, der in diese Richtung geht?
00:44:20: Zu sagen weniger Bürokratie indem ich sozusagen den Einrichtungen Geld zur Verfügung stelle und darauf vertraue dass die professionell handeln.
00:44:30: Und nicht bei jedem einzelnen Schlägeis was sie irgendwie kaufen nachweisen müssen für wehen und für was und in welchem Umfang das denn jetzt notwendig gewesen ist.
00:44:42: ja Ja, da gibt es ja auch viele Geschichten von wie hoch der Aufwand ist, irgendwelche Bonds zu prüfen um dann festzustellen.
00:44:50: Die haben ein Eis mehr gekauft als Menschen abgerechnet wurden oder was weiß ich.
00:44:53: So lohnt sich das?
00:44:54: Ist das wirklich sinnvoll das in Frage zu stellen?
00:44:57: die werden schon Grund gehabt haben.
00:44:58: vielleicht hatten sie noch jemanden dabei den Sie nicht abrechnen konnten aber ein Eis sollte trotzdem kriegen.
00:45:03: Also ist das notwendig dafür Leute im Controlling damit zu beschäftigen dass alles immer gegen zu checken.
00:45:09: ist nicht eigentlich das auch sinnvoll und angemessen an der einen oder anderen Stelle zu sagen, die haben ein hohes eigenes Interesse eine hohe intrinsische Motivation des Beste.
00:45:18: Und das größte rauszuholen?
00:45:20: und ja natürlich muss man das kontrollieren aber muss man es so kleinteilig kontrollieren dass im Tat schon auch Fragen die dann dranhängen?
00:45:27: insofern macht das ja Mut wenn du sagst da gibt's Bestrebungen das wird diskutiert.
00:45:30: davon habe ich noch nichts gehört aber ich war
00:45:33: mir auch neu.
00:45:34: jetzt genau fand ich aufspannend.
00:45:37: Michael Iblein hat ja auch dem Finanzministerium zumindest auch erzählt, dass das bei den Kindergeldanträgen auch gedacht
00:45:43: wurde.
00:45:43: Ja genau dann schneller gehen soll zu wie es eingedacht
00:45:45: ist.
00:45:45: Wir haben einen Anspruch auf Kindergeld und dann eben diese Systematik.
00:45:48: anders denkst du sagen und wenn sich dann später zeigt wir haben doch so viel Kohle und Sie haben keinen Anspruch für Kindergeld dann wird man sich's halt zurückholen.
00:45:54: Es wird schon gehen bei denen die genug haben ne?
00:45:57: Naja ich finde insofern witzig weil halt wirklich der irgendwie... Wenn man Kinder hat is ja die Steuereidee vor dem Kind zu Hause.
00:46:08: Da funktioniert das ja alles wunderbar und dann kann man, finde ich an solchen Sachen eigentlich wunderbar irgendwie ablesen.
00:46:13: Gibt es einen Anspruch darauf oder nicht?
00:46:14: Und sonst kann man's tatsächlich wieder zurückfordern.
00:46:16: Die
00:46:17: erste Postpritskind ist die vom Finanzplatz.
00:46:19: Ja
00:46:19: voll!
00:46:20: Jedes Mal überrascht davon wie schnell das Kind...
00:46:23: Es kann doch gehen
00:46:29: ne?
00:46:29: Nein, es kann sich fast bewegen auf jeden Fall.
00:46:35: Insgesamt fand ich als Fazit auch über die... also wir haben uns ja ein bisschen Zeit gelassen mit der gesamten Staffel.
00:46:42: Das
00:46:43: hat sich schwer ausgehalten,
00:46:45: ne?
00:46:45: Ich habe das total schwer ausgeheilt und ich komme jetzt nicht so gut schaden.
00:46:48: Aber danke!
00:46:51: Über die Zeit hinweg das Thema Fachkräftemangel gefühlt etwas in den Hintergrund gerückt vielleicht auch aus wirtschaftlichen Abschwügen heraus, sozusagen Mitarbeiter die sozusagen die Branche wechseln und in die Sozialwirtschaft reinkommen.
00:47:08: Aber aus meiner Perspektive eben wenn man die Entwicklung sieht, wenn man demografischen Wandel betrachtet, die Notwendigkeiten die da sind im sozialen Bereich ist es wichtig dass dieses Thema sozusagen auf allen Ebenen weiter beobachtet oder mehr noch als das weiter bearbeitet wird und im Bewusstsein gehalten wird der Organisation, dass da was passiert.
00:47:32: Ja absolut!
00:47:33: Und auch gerade wenn man immer das Gefühl hat eigentlich gibt es gar keinen Spielraum dafür.
00:47:39: Das trotzdem – und das hat ja Michael Bielein auch gesagt Anzusprechen also sich selber zu erlauben das zu thematisieren und mit anderen darüber ins gespräch zu kommen um irgendwie doch weiterzukommen was anzustoßen und nicht im verwalten und managen des mangels stehen zu bleiben sondern, irgendwie in ein gestalten von etwas neuem zukommen.
00:48:03: Dann hatten wir ja noch dazu gesprochen, so im Vorgespräch zu sagen.
00:48:06: Ja aber haben wir jetzt eine Lösung eigentlich dafür?
00:48:10: wie also was konkret ist wenn das jetzt eine Geschäftsführung von einem großen Träger oder sowas hört?
00:48:16: Was ist denn dann die Lösung dazu?
00:48:18: und da war unser Fazit auch dabei zu sagen naja es ist erstmal ein komplexes Thema Es gibt keine oder nicht die eine Lösung.
00:48:29: Und wenn man es dann auch wieder chronologisch von dem Rahmen betrachtet, den wir gemacht haben – von LKL Sago, De-Professionalisierung, Professionalisierungschancen und so weiter immer wieder mit diesen Widersprüchlichkeiten oder Dilemmertag quasi zu tun zu haben was aus meiner Perspektive zumindest eigentlich Alltag für Führungskräfte in Organisationen der Sozialwirtschaft ist also Dilemmata Management als Kernkompetenz für Führungskräfte.
00:49:03: Ja, ich glaube... Sagst du nichts mehr?
00:49:06: Näh, jetzt sage ich nix mehr.
00:49:07: Weil ich denke wir können noch stundenlang hier reden aber wir reden ja schon fast eine Stunde.
00:49:11: und jetzt war so ein bisschen die Frage wie lange wollen die Leute uns eigentlich reden hören?
00:49:16: Das weiß ich nicht!
00:49:16: Aber wir reden so gerne das ist super!
00:49:18: Ja und mich würde es total interessieren wo das andockt und was unsere Zuhörer ihnen sagen und sagen ja da finde ich's gut da fand ichs total daneben oder dass hat gefehlt.
00:49:27: oder so wäre auch nochmal spannend zum Feedback zu bekommen und jetzt aber vielleicht auch das nicht zu überstrapazieren sondern sagen Wir schließen mal die Staffel, da freut sich nicht nur der Hendrik.
00:49:37: Sondern das eröffnet uns ja auch wieder neue Rollen mit den anderen Themen.
00:49:41: Ich habe
00:49:42: schon Ideen.
00:49:44: Und Innovation einer neuen Thematik.
00:49:48: Genau!
00:49:49: Deswegen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an alle Personen, die wir hier eingeladen haben und die mitgemacht haben, die sich darauf eingelassen haben auf dieses Gespräch, diese Gespräche, die stattgefunden haben.
00:50:03: Vor allen Dingen an der Stelle.
00:50:04: aber ganz herzlichen Dank an dich, Mavi und dass du dich da immer wieder auf solche Ideen einlässt bzw.
00:50:09: die Idee eigentlich kam von dir.
00:50:11: also muss man auch sagen
00:50:12: Ja ich habe gerade auch gedacht eigentlich in so lang ist es doch jetzt noch gar nicht.
00:50:15: Ich war letztes Jahr im Mai
00:50:17: auf dem
00:50:18: Deutschen Kinder-Jugend-Hilfe-Tag Und danach haben wir die Idee entwickelt mal eine Staffel zum Fachkräftemangel zu machen.
00:50:24: Das hat ja dann auch noch ein bisschen gedauert bis sich das so angebahnt hat.
00:50:27: Jetzt sind wir da eigentlich total gut in der Zeit
00:50:29: ey Voll!
00:50:30: Also bei den ganzen Entwicklungen, die da sind.
00:50:33: Deswegen an der Stelle.
00:50:34: Vielen Dank, dass du mir aufgegriffen hast und es hat viel Spaß gemacht.
00:50:37: Vielen dank dafür.
00:50:38: Kann immer nur so schwer Nein sagen, das ist immer mein Problem.
00:50:42: Herzlichen Dank an alle und bis zur nächsten Staffel oder Episode, die hier ist.
00:50:48: Ciao.
00:50:48: Macht's
00:50:49: gut, bis dann.
00:50:50: Ciao, ciao.